Pfeife einrauchen

Wahl des richtigen Tabaks
Vor dem ersten Einrauchen Ihrer Pfeife wählen Sie einen geeigneten Tabak. Tabak wird in verschiedenen Schnitten hergestellt und angesichts der erforderlichen Vorbereitung vor dem Rauchgenuss ist nicht jeder Tabak zum Einrauchen für Anfänger geeignet. Soweit Sie keinen erfahrenen Pfeifenraucher in Ihrem Bekanntenkreis haben, der Sie beraten würde, wie die verschiedenen Schnitte vor dem Stopfen vorzubereiten sind, empfehlen wir, am Anfang Tabak im Feinschnitt (Loose cut) zu wählen. Aromatisierung kann jeder selbst wählen, doch auch hier sind zwei Faktoren zu beachten. Tabak riecht meistens anders, als er in der Pfeife schließlich schmeckt. Eine zu aufdringliche Aromatisierung muss beim Rauchen manchmal nicht unbedingt gleichen Geschmack wie Aroma erreichen. Die Pfeife nimmt die Aromatisierung des Tabaks während des Rauchens an. Soweit Sie also für den nächsten Rauchgenuss einen Tabak mit anderem Aroma wählen, kann der resultierende Geschmack durch den vorausgehenden Tabak beeinflusst werden. Auch aus diesem Grunde haben erfahrene Raucher für konkreten Tabak eine konkrete Pfeife bestimmt. Beim Einrauchen der Pfeife empfehlen wir eher einen neutralen Tabak.

Kontrolle des Tabaks
Tabak öffnen und seine Feuchtigkeit überprüfen. Tabak sollte weder zu trocken, noch zu feucht sein. Ist der Tabak zu trocken (er knistert), kann dies an den schlechten Dichtungseigenschaften der Verpackung liegen. Bei einem in Blechdose verpackten Tabak stellen Sie dies bereits bei dem Öffnen der Dose fest. Eine korrekt vakuumverschlossene Dose saugt beim Öffnen Luft an. Vakuumverschlossene Dose lässt sich ohne Ausgleichen des Vakuums klassisch nicht öffnen. Haben Sie eine Tabakdose gekauft, die leicht zu öffnen ist und der Tabak im Inneren trocken ist, geben Sie sie zurück. Tabak kann zwar wieder befeuchtet werden, jedoch nicht ohne Folgen für seine Aromatisierung und resultierenden Geschmack beim Rauchen.

Trockenen Tabak nicht rauchen - sein Abbrandverhalten ist intensiv, Pfeiffe würde sich überhitzen und könnte angebrannt werden und der Tabakgeschmack ist beeinträchtigt.

Ist der Tabak zu feucht, lassen Sie ihn eine Weile offen liegen. Seine Feuchtigkeit sollte reduziert werden. Zu feuchter Tabak setzt beim Brennen eine höhere Menge an Kondensat, das in die Pfeife gezogen wird und kann über den Filter im Mundstück und folglich in Ihren Mund durchdringen. Zu starke Kondensatbildung erkennen Sie am blubbernden Geräusch im Rauchkanal beim Ziehen.

Tabak vorbereiten
Erforderliche Menge Tabak (in unserem Falle Feinschnitt Loose cut) auf Papier legen und zwischen Fingern reiben. Sie können harte, längere Stücke von Stengeln antreffen, die Sie aussortieren. Durch wiederholtes Reiben zwischen Fingern trennen Sie verklebte Stücke voneinander. Größere Stücke von Tabak zu kleineren reisen. Ist der Tabak in kleineren Stücken vorbereitet, passt er besser in die Pfeife und brennt gleichmäßiger ab.

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Pfeife stopfen
Ersten Teil des Tabaks zwischen Finger (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) nehmen und in Tabakkammer legen.

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Erster Teil der Tabakfüllung sollte nicht gedrückt werden, durch Klopfen auf die Wand des Kopfes sinkt der Tabak auf den Boden ab und passt sich der Form der Tabakkammer an. Beim Drücken des ersten Tabaks mit Finger würden Sie die Mündung des Rauchkanals verstopfen und die Pfeife würde keinen guten Zug haben. Nächsten Teil der Tabakfüllung leicht andrücken und den nächsten noch stärker, jedoch weiterhin mit Gefühl. Wir empfehlen, beim dritten und weiteren Teilen der Tabakfüllung die Pfeife in Mund zu nehmen und mit dem Stopfer den Tabak nach und nach auf dem gesamten Umfang der Pfeife nachzudrücken und danach zu prüfen, ob die Pfeife freien Zug hat. Dieser Vorgang ist einer von vielen und mit dem Lauf der Zeit werden Sie wahrscheinlich Ihre eigene Methode für Stopfen der Pfeife finden.

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Menge des Tabaks beim Einrauchen
Es gibt verschiedene Meinungen, wie viel Tabak zum Einrauchen der Pfeife gestopft werden soll. Gehen wir mal von dem eigentlichen Wesen des Einrauchens aus. Beim Verbrennen von Tabak bildet sich auf den Wänden der Pfeife eine dünne Karbonschicht. Mit jedem weiteren Rauchvorgang wird die Karbonschicht stärker und bildet so eine Schutzschicht vor eventuellem Anbrennen der Pfeife. Diese Schutzschicht bildet sich nur in Bereichen, wo der Tabak brennt - wird die Pfeife also nur in der unteren Hälfte gestopft, bildet sich dort, wo kein Tabak vorhanden ist, keine schützende Carbonschicht.
Beachten Sie auch die Zeit, die Sie für das Rauchen der Pfeife eingeplant haben. Ideal ist es, die Pfeife bis zum Ende zu rauchen. Stopfen Sie die Pfeife voll und schaffen es nicht, sie zu Ende zu rauchen, bildet sich die schützende Karbonschicht dort, wo der Tabak brennt, in diesem Falle im oberen Bereich des Kopfes und nicht im unteren Teil (der ungeraucht bleibt). Ideal ist es, die Pfeife gleichmäßig einzurauchen, damit sich die Karbonschicht im gesamten Inneren der Tabakkammer bildet, deshalb nehmen Sie sich für das Rauchen der Pfeife ausreichende Zeit.

Eigentliches Einrauchen der Pfeife
Zum Anzünden der Pfeife Streichhölzer oder spezielles Pfeifenfeuerzeug mit Seitenflamme verwenden. Tabak gleichmäßig auf der gesamten Fläche des Kopfes anzünden und während der Bewegung der Flamme vorsichtig ziehen. Nach dem ersten Anzünden den verbrannten Tabak auf der Oberfläche mit Stopfer andrücken und wenn erforderlich, nochmals zünden.

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Frei und bedächtig ziehen. Durch übermäßig intensive Züge wird der Pfeifenkopf sehr heiß mit diesen Folgen: der Rauch wird heiß und schmeckt nicht gut und außerdem kann die Pfeife angebrannt werden. Je nach Bedarf Tabak andrücken, jedoch mit Maß, damit Sie immer frei ziehen können. Spüren Sie, dass der Pfeifenkopf in Ihrer Hand zu heiß ist, Pfeife ablegen, ruhen lassen und nach einer Weile erneut anzünden und weiter rauchen. Eine angerauchte Pfeife jedoch nicht allzu lang liegen lassen - Tabak in Kombination mit dem gebildeten Kondensat riecht und schmeckt nicht mehr gut. Zusätzlich nimmt die Pfeife diesen verfälschten Geschmack an. Soweit Sie also wissen, dass Sie es nicht schaffen, die Pfeife bis zum Ende zu rauchen, Rest des Tabaks lieber ausklopfen und Pfeife gemäß Beschreibung in diesem Kapitel der Beratung reinigen und im Ständer mindestens bis zum nächsten Tag ruhen lassen.



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